2. Theaterreihe (Schauspiel, Musiktheater und Ballett)

Begegnung und Auseinandersetzung mit lebendigem Theater ist seit 1969 ein zweiter Schwerpunkt der in Arolsen betriebenen Kulturarbeit. Um ein auch finanziell anspruchsvolles Unternehmen wie die von Studiendirektor Horst Schwarze ins Leben gerufene und seitdem betreute Theaterreihe von 6-7 Gastspielen pro Winterhalbjahr auf sichere Füße zu stellen, wurden die Einbindung der Besucher auf Abonnementsbasis und eine finanzielle Unterstützung seitens der Stadt erreicht.

Auf dieser Grundlage wird ein Theaterprogramm vorgestellt, das Unterhaltung, geistige Anstöße und nicht selten aufrüttelnde Erlebnisse vermittelt und somit die Vielfalt dessen spiegelt, was Theater leisten kann. Im Laufe der Jahre hat sich eine feste Zusammenarbeit mit regionalen Bühnen wie dem Landestheater Detmold herausgebildet. Andererseits werden aber auch regelmäßig Stargastspiele in das Programm einbezogen, die große Mimen wie Elisabeth Flickenschildt, Vera Tschechowa, Inge Meysel, Ewald Baiser, Will Quadflieg, aber auch Heinz Erhard, Thomas Fritsch, Hans Joachim Kulenkampff und viele andere nach Arolsen führten.

Der Anteil der Schüler unter den Besuchern ist recht hoch, und das Programm nimmt gezielt auch auf Anliegen des Deutschunterrichts in den weiterführenden Schulen Rücksicht. Zu Aufführungen, die sich mit interpretatorischer Hilfestellung besser erschließen, werden kostenlose Einführungsveranstaltungen durch einheimische Referenten angeboten.

Seit das Theater mit der Eröffnung der Fürstlichen Reitbahn im Jahre 1990 vom Bürgerhaus in die neue Spielstätte umziehen konnte, wurde das Programmangebot um Musik- und Tanztheater erweitert. Der Publikumszuspruch ist erfreulich.